Boot
Boots-Konzeption
Bei der Konzeption des Bootes wurde auf drei Punkte besonderen Wert gelegt:
- hohe dynamische Stabilität
- möglichst geringes Gewicht
- so simpel wie möglich
Die hohe dynamische Stabilität wurde durch einen ausgeprägten Knick kurz über dem Wasserpass erreicht (hard chine). Dieser “Knick” geht wie bei den neuen VPLP/Verdier Designs sehr weit nach vorne, um auch im Vorschiff einen hohen Auftrieb zu erzeugen. Der Vorteil dieses Designs liegt darin, den Booten mehr Power vor allen auf Reachgängen und harten Spigängen zu geben – genau die Bereiche, die bei Offshore Regatten wie Les Sables – Azores oder dem Mini Transat entscheidend sind. Das Rumpfdesign in Verbindung mit einem 40% nach Luv schwenkbaren Kiel dürfte dieses Boot zu einem der Boote mit der höchsten Stabilität im Feld der Mini’s machen.
Das zweite Ziel ist das Gesamtgewicht des Bootes so niedrig wie möglich zu halten, um somit die Performance bei wenig Wind zu verbessern und auch sicherzustellen, dass das Boot schneller ins Gleiten kommt. Außerdem sind leichte Boote leichter schnell zu segeln, vor allem wenn der Trimm mal nicht hundertprozentig ist, was beim Einhandsegeln vorkommen kann. Das angestrebte Gewicht des Bootes liegt zwischen 730kg – 740kg.
Die Philosophie des Gewichtsparens setzt sich auch im Decklayout fort. So wurde für das Boot ein Zwei-Winsch Deckslayout gewählt und es werden verstärkt Loops eingesetzt für die Befestigung von Beschlägen. Weiterhin wurde darauf geachtet das Rigg leicht und simpel zu gestalten. Es wurde ein Standard-Zwei-Salingsrigg gewählt, welches Fiber Work baut. Das Gesamtgewicht des Riggs incl. Fallen und Wanten liegt bei ca. 26kg!
Boots-Konstruktion
Der Mare Mini wird im Wet Preg Verfahren mit Kohlefaser UD’s (Unidirktional Gelege) im Schaumsandwich in der Werkstatt des Konstrukteurs Etienne Berttand gebaut. Vorteil dieses Bauverfahrens ist es, die Epoidharzmenge pro Fasergelege genau kontrolieren zu können. Mit dieser Methode kann man das Boot sehr leicht und doch sehr widerstandsfähig bauen.
Rumpf und Deck werden über Positivformen gebaut, die bewärteste und schnellste Methode einen Open 6.50 zu bauen. Auf Schotten wird gänzlich verzichtet, statt dessen werden die Kräfte von Rigg und Kiel durch 5 Omega Ringframes aufgenommen. Diese Methode spart Gewicht, ohne das strukturelle Nachteile entstehen.
Beim gesamten Bau des Bootes wird darauf geachtet durch innovative Lösungen im Bereich der Struktur des Bootes Gewicht einzusparen.




