30 Mrz 2010

Training in Pornichet – oder das ewige Warten

Posted by Joerg

Training in der Bretagne im Frühjahr ist oft ein Geduldsspiel, wie ich leider feststellen musste. Da erstellt man tolle Trainingspläne mit seinem Trainer, installiert einen hochmodernen Datalogger, um auch wirklich top vorbereitet in die ersten Regatten des Jahres zu gehen, und dann schlägt Petrus mit gnadenloser Härte zu.
Fast die Hälfte aller Trainingstage waren nicht segelbar, jedenfalls wenn einem sein Mini lieb und teuer ist. Die andere Hälfte der Trainingstage kann man als grenzwertig ansehen. Mittlerweile habe ich mehr oder weniger vergessen wie ein Großsegel ohne Reff aussieht. Aber glücklicherweise haben wir ja noch die alten Segel der 711 (die Carbo Mare Ausschussware), die auch in die Kategorie der produzierten Irrtümer gehören, aber super für Training bei 6 Windstärken sind. Bei ständigen 6 Windstärken macht es ja keinen Sinn, die guten Segel zu verheizen.

Das Gute bei diesen „Starkwindtraining“ im Mini ist, dass einem Fehler sofort klargemacht werden, da ist unsere Mare.de gnadenlos. Kleiner Steuerfehler bei der Halse – zack liegt das Boot flach auf dem Wasser. Zu lange gebraucht, um das Boot zu wenden nachdem man den Kiel nach Lee geschwenkt hat – das sagt unsere Mare.de wende ohne mich und verweigert prompt den Wechsel von Backbordbug auf Steuerbordbug oder umgekehrt oder bleibt auch mal gerne im Wind stehen. Da helfen dann wieder die alten Laser Tricks mit der guten alten Rückwärtswende, nicht schön aber effektiv wenn nichts anderes mehr geht.
Aber die Lehrkurve ist ungemein steil. An den Tagen, an denen denn mal nur 4- oder 5 Windstärken auf dem Menü stehen, fallen alle Manöver ungemein leicht.
Insofern bin ich trotz der relativ wenigen Trainingstage sicher, gut vorbereitet in die ersten Regatten des Jahres zu gehen.

Und nach zwei Tagen Training im Class 40 waren wir erstaunt, wie leicht diese Boote im Vergleich zum Mini zu segeln sind – 6 Windstärken unter Spinnaker sind ein Kinderspiel, die gleichen Bedingungen im Mini ähneln schon mehr dem Finale der Serie „Fear Factor“.

Meiner Ansicht nach gehören die Mini Protos zu den anspruchsvollsten Booten, die ich bisher gesegelt bin und zu den spannendsten.

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One Response to “Training in Pornichet – oder das ewige Warten”

  1. Moin!
    Es wäre cool mal öfters von deinen Fortschritten zu lesen :)
    Weiterhin gutes gelingen und schöne Grüße aus Bremen!

     

    Eike

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