8 Jun 2010
Mare.de – das Leben auf Wolke 7
Endlich, endlich zahlt sich die harte Arbeit, das Training aus: Nach meinem zweiten Platz beim Pornichet Select und dem Sieg beim Mini Pavois bin ich super motiviert zur Trophee MAP gefahren, war allerdings der Meinung, dass es schwer werden würde auf dem Podium zu landen bei der starken Konkurrenz und den kaum zu berechnenden Leichtwindbedingungen.
Es kam wie erwartet; die Bucht von Douarnanez präsentierte sich wieder von ihrer komplizierten Seite und der Wind hatte mehr Löcher als ein Schweizer Käse. Mir war schnell klar, dass das Ziel sein musste bis zur Raz du Seine „am Leben zu bleiben“, dann würde sich der Rest schon gut zurechtlaufen für das Rennen.
Ich kam denn auch als drittes Boot an der Raz du Seine an, musste aber zu meinem Schrecken feststellen, dass der Strom mittlerweile gegen mich lief und der Wind mehr und mehr nachließ – eine wirklich schlechte Kombination. Zumal der Strom hier sehr stark ist – wie ein Gebirgsbach im Ozean.
Ich betete, dass mir der Wind noch ein wenig erhalten bleiben würde – Petrus muss ein Fan von Mare sein, denn ich behielt bis zum nächsten Kap bei Penmark gute 2 bis 3 Windstärken. Keine 100 Meter hinter schlug die Tür gnadenlos zu, alles wurde von der Raz du Seine wie von einem „schwarzen Loch“ verschluckt und die nächsten 4 Stunden nicht mehr freigelassen.
Mit mir hatten nur Guillaume Le Brec und Romain Bouchet die Raz du Seine überlebt. Von hier an war klar – das Podium ist mir sicher.
Jetzt ging es nur noch darum. wie die Plätze verteilt werden würden. Ein harter Dreikampf zwischen uns dreien entbrannte, im Laufe dessen ich mich Stück für Stück von den anderen beiden absetzten konnte.
Erst kurz vor Ende des Rennens – in der Bucht von Audierne – gelang es mir, den anderen davonzusegeln und das Rennen mit gut einer Stunde Vorsprung zu gewinnen.
Das zweite Sieg in Folge ist schon etwas Besonderes, zumal ich ein Rennen bei Starkwind und eines bei sehr leichten Wind gewonnen habe, dass ist extrem motivierend für die Zukunft – das Mini
Fastnet, die Azoren Regatta und nicht zuletzt für die Route du Rhum, die wir mit dem brandneuen Class 40 „Mare.de²“ bestreiten werden.
Das Training hierfür beginnt diese Woche und die erste Regatta wird Ende Juni der Record SNSM werden gegen 8 andere Class 40, von denen zwei zum engen Favoritenkreis der Route du Rhum gehören.”





sauber, Glückwunsch!
Alex Bruhn
Juni 16th, 2010 at 15:34permalink
Meinen herzlichen Glückwunsch und meinen Respekt!
Großartige Leistung!
Andreas Herrmann
August 7th, 2010 at 21:30permalink